American Football

Ame|ri|can Foot|ball 〈[əmɛ̣rıkən fụtbɔ:l] m.; - -s; unz.〉 amerikan. Mannschaftsspiel, eine Variante des Rugby; Sy Football [engl., „amerikan. Fußball“]

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Ame|ri|can Foot|ball [ə'mɛrɪkən 'fʊtbɔ:l ], der; - -[s]:
Football.

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American Football
 
[ə'merɪkən 'fʊtbɔːl], in den USA kurz Football genannt, dem Rugby nachgebildetes Kampfspiel von zwei Mannschaften mit je elf Spielern und bis zu 34 (in Deutschland 39) Auswechselspielern. Sie sollen einen eiförmigen Lederhohlball (369-425 g schwer, in der Längsachse 28,58 cm und in der Querachse 17,94 cm Durchmesser) durch Tragen, Werfen oder Treten hinter die gegnerische Grund- oder Endlinie bringen. Es gibt College-A.-F. und Professional-A.-F., deren Regeln sich unwesentlich unterscheiden.
 
Das Spielfeld ist ein auf einem ebenen Rasenplatz angelegtes Rechteck mit einer Länge zwischen den Grund- oder Endlinien von 100 Yards (yd) und einer Breite von 50 Yards. Die amerikanischen Maßangaben in Yards werden in Deutschland nicht umgerechnet, sondern es gilt: 1 yd = 1 m. Parallel zu den Torlinien ist das Spielfeld in »Yardlines« im Abstand von je 5 Yards eingeteilt.
 
 
Zum Antritt wird der Ball auf den »King Tee« (Aufsatz) gelegt. Die verteidigende Mannschaft tritt den Ball durch einen »Kick-off« in die gegnerische Spielhälfte. Die angreifende Mannschaft fängt den Ball und trägt ihn möglichst weit nach vorn. Von der Stelle aus, wo der Ballträger vom Gegner zu Boden gebracht wird, erhält seine Mannschaft vier Versuche, um den Ball mindestens 10 Yards näher an die gegnerische Grundlinie heranzutragen. Die Versuche beginnen mit einem »Scrimmage«, wobei sich die sieben nebeneinander stehenden »Linemen« (Blockspieler und gegebenenfalls Passfänger) jeder Mannschaft gegenüberstehen. Aus den Reihen der Linemen wird der Ball in der Regel zum »Quarterback« (Spielmacher) zurückgespielt, der ihn entweder an einen der drei weiteren »Backfielder« (Rückraumspieler, die Ballträger und ebenfalls Passfänger sein können) weitergibt, um durch die Gasse der blockierenden Linemen nach vorn zu stürmen, oder einen Pass zu einem frei gelaufenen Mitspieler wirft. Kommen die Angreifer in den vier Versuchen 10 Yards oder mehr voran, dürfen sie den Ball für weitere vier Versuche über 10 Yards behalten; gelingt der erforderliche Raumgewinn bei den vier Versuchen nicht, greift der Gegner an. Das Zu-Boden-Werfen des Ballträgers und das Blockieren seiner Mannschaftskameraden ist mit nahezu allen körperlichen Mitteln erlaubt, jedoch muss jeder »Block« von vorn kommen. Verboten sind Treten, Festhalten eines Gegners, der nicht im Ballbesitz ist, sowie das Berühren des Gesichtsschutzes. Ein Griff gegen die Beine ist beim »Tackling« (Angriff auf den Ballträger) nicht regelwidrig. Die Angreifer versuchen, dem eigenen Ballträger den Weg freizumachen.
 
Die Spieldauer (reine Spielzeit) beträgt vier Viertelzeiten zu je 15 (in Deutschland 12) min mit einer Halbzeitpause von 20 (in Deutschland 15) min und je 1 min Pause zwischen den übrigen Viertelzeiten. Jede Mannschaft kann bis zu drei 1½ minütige Auszeiten je Halbzeit nehmen. Mindestens vier, höchstens sieben Schiedsrichter überwachen das Spiel. In den Regeln sind etwa 90 verschiedene Strafen vorgesehen.
 
Die Wertung im American Football erfolgt nach Punkten. Das Tragen des Balles hinter die gegnerische Grundlinie oder ein gelungener Pass zu einem Mitspieler hinter der Grundlinie zählt sechs Punkte (»Touchdown«). Nach einem erfolgreichen Touchdown können durch einen Schuss des Balles von der 3-Yard-Linie über die Torquerlatte ein zusätzliche Punkte oder durch eine »Conversion« (erneuter Touchdown) zwei zusätzliche Punkt erzielt werden. Für ein »Fieldgoal« (Feldtor), einen aus dem Spiel über die Torquerlatte geschossenen Ball, gibt es drei Punkte. Die verteidigende Mannschaft kann zwei Punkte erzielen, wenn sie den Ballträger in dessen eigener Endzone zu Fall bringt (»Safety«).
 
Geschichte, Wettbewerbe, Organisationen:
 
American Football entwickelte sich um 1869 aus dem Rugby und wurde 1880 in eigene Regeln gefasst, die 1905 aufgrund zahlreicher Todesopfer geändert wurden. American Football wird heute v. a. in den USA an den Universitäten und Schulen sowie in Profiligen gespielt. Die großen Wettkämpfe heißen »Bowl« (z. B. Sugarbowl im College-A.-F. und Superbowl im Profi-A.-F.). Ende der 70er-Jahre wurde American Football in der Bundesrepublik Deutschland näher bekannt; seit 1979 wird eine Landesmeisterschaft ausgetragen. Nach der deutschen Einheit hielt American Football auch in den neuen Bundesländern Einzug. Dachverband in Deutschland ist der American Football Verband Deutschland (Deutscher Sportbund, Übersicht). In Österreich besteht der American Football Bund Österreich (AFBÖ; gegründet1982, Sitz: Wien) und in der Schweiz der Schweizerische A. F. Verband (SAFV; gegründet 1982, Sitz: Bern). Auf europäischer Ebene wird seit 1986 der Europameister ermittelt. Zuständiger Dachverband ist die European Federation of American Football (EFAF; gegründet 1979, Sitz: Täby). Einen Weltdachverband gibt es nicht.
 
 
D. Foehr: A. F. verständlich gemacht (1990);
 M. Heinrich: A. F. Die erste illustrierte Regelkunde (1995);
 J. Kalwa: Faszination A. F. (1995).

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Ame|ri|can Foot|ball, der: Football.

Universal-Lexikon. 2012.

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